BLOG // 2019

2020     2019     2018     2017     2016     2015

Calle // 23.09.2019

Vogalonga Venedig

Jedes Jahr zu Pfingsten findet in Venedig die Vogalonga statt. Paddler und Ruderer aus aller Welt treffen sich in der Lagune um gemeinsam einen 32km langem Rundkurs zu absolvieren. Der Start ist um 9 Uhr im Markusbecken und führt über das bunte Lagunenstädtchen Burano, zurück über die weltberühmte Glasstadt Murano zum Zieleinlauf in den menschengesäumten Kanal Grande. Die erste Vogalonga fand 1975 statt und sollte ein Zeichen gegen den zunehmenden motorbetriebenen Verkehr in Venedig setzten.

Dieses Jahr nahmen auch wir Teil.

Nach zwei Tagen Anfahrt nahmen wir eine Fähre nach Venedig um die nötigen Dokumente abzuholen. Die bevorstehende Vogalonga zeichnete sich schon jetzt im Stadtbild ab. Desto näher man dem Anmeldebüro im Herzen der Stadt am Kanal Grande kam, desto mehr Menschen liefen mit Paddelausrüstung und wasserdichten Säcken durch die engen Gassen. Auf dem Kanal Grande paddelten Kayaks und Drachenboote um Ihr Material für die Nacht vor dem Rennen in der Stadt zu deponieren. An zahlreichen Plätzen der Stadt waren dutzende Kayaks festgekettet. Zusätzlich liefen einheimische mit Spruchbändern und Fahnen durch die Stadt mit der Aufschrift ‚No grandi navi‘ – Demonstranten einer Demo gegen den Kreuzfahrttourismus in der Stadt. Das Thema war besonders aktuell, weil nur Tage vorher ein Kreuzfahrschiff in eine Anlegestelle Venedigs ungebremst hineinfuhr.

Am nächsten Tag ging es früh los. Unser Standort, der Campingplatz in Punto Sabbioni, war mit Paddlern übersäht. Um etwa 07:30 Uhr ging es zu Wasser. Noch für sich alleine paddelnd ging es in der angenehmen Morgenluft Richtung Venedig. Das Forte Sant’Andrea und der Markusdom dienten als Orientirungspunkte. Die morgendliche Ruhe nahm allerdings ein jähes Ende,  denn obwohl der reguläre Schifffahrtverkehr bis zum Nachmittag ausgesetzt wurde, lief ein Kreuzfahrschiff in die Lagune ein und nahm ebenfalls Kurs auf Venedig. Besagtes Schiff machte auch ausgiebig von seinem Schiffshorn gebrauch, dem so mancher Paddler mit dem Mittelfinger begegnete. Obwohl das Schiff irgendwann nach Venedig einbog, verschwand es nicht vollkommen, weil es die Häuser der Stadt überragte.

1/2

Kurz vor 9 Uhr füllte sich das Markusbecken, doch statt Wassertaxis und Fähren kamen aus allen Richtungen muskelbetriebene Boote. Pünktlich um 9 Uhr signalisierten die Kanonenschüsse den Start der 45. Vogalonga. Das Feld aus fast 2000 Booten und über 7000 Teilnehmern aus 33 Ländern setzte sich in Bewegung. Am Anfang von der örtlichen Presse und Hubschraubern begleitet, folgte am Yachthafen bei Sant’Elena das erste Nadelöhr. Mit den Riemen und Paddeln ging es im wahrsten Sinne drunter und drüber.

Vorbei an der Insel Sant’Erasmo konnte man das erste Mal mit seinen Mitpaddlern fachsimpeln, die geschmückten Boote betrachten oder den traditionellen Ruderstil der venezianischen Boote bewundern.

Nachdem von vielen die Salzwiesen vor Burano gedüngt wurden, führte die Route an dieser kleinen Lagunenstadt vorbei. Vorbei an den bunt gestrichenen Häusern und dem bedenklich schiefe Kirchturm der Parrocchia di San Martino Vescovo nutzen viele das Ufer von Burano und Mazzorbo als Pausenstelle. Das Organisationsteam der Vogalonga verteilte Wasser und Bananen und notiert die Startnummern der Teilnehmer, die bis hier hin gekommen sind – etwa die Hälfte der Strecke war geschafft. Weiter geht es über weitgehend offene Lagunenflächen. Hier macht sich die Mittagssonne bemerkbar und bei Wind kann es hier auch zu höheren Wellen kommen. Vorbei an der Ruine Madonna del Monte ist Venedig mit dem davor liegenden Murano wieder in Sichtweite. Das lange gerade Stück wurde genutzt um sich freundschaftlich mit Drachenbooten und Ruderern zu messen.

1/3

Mit Blick auf den Cimitero di San Michele bog die Strecke in die Kanäle der für das Glashandwerk bekannte Stadt Murano ab. Durch den Hauptkanal führte die Strecke durch die etwas ruhigere und mit Werkstätten überseht Stadt.1,5km Wasserweg hinter Murano hatte man Venedig wieder erreicht, diesmal am nord-westlichen Rand der Stadt. Vor dem Canale di Cannaregio staute sich das Feld von Booten erneut und wurde in den Kanal geleitet. Gesäumt von Menschen ging es durch den engen Kanal Richtung Canal Grande weiter. Vor allem die Ruderboote hatten hier Probleme weiter zu kommen da kaum noch Wasser zu sehen war. Und so passierte es auch, dass kurz vor mir ein Kayakfahrer kenterte. Er konnte sich jedoch schnell wieder an den umliegenden Booten hochziehen und abgekühlt in sein Boot steigen.

Auf dem Canal Grande angekommen konnte man sein Paddel wieder frei bewegen und sich die herrschaftlichen Häuser ansehen die den Kanal säumen, während man für unzählige Touristen an den Kanalrändern als Fotomotiv diente. Ab der Rialtobrücke bis zum Markusplatz war nun alles übersäht mit Booten.  

An der Basilica di Santa Maria della Salute wurde den Booten von einem Ponton aus Medailien und Urkunden zugeworfen und ich nutze -wie unzählige andere- den Vorplatz der Kirche um die wenig benutzen Beine zu vertreten und endlich wieder einen Bissen zu essen. Der gesamte Platz war mit Seekayaks gepflastert, unter ihnen aber nur ein Skin on Frame Kayak: Das Carlyak, eins der wenigen Hoolzboote und wahrscheinlich auch eins der leichtesten Boote, brachte mich nach einer kurzen Pause, zurück zum Campingplatz bei Punta Sabbioni. Mit der Brandung angelandet, liessen wir erschöpft und glücklich den Tag bei einem Spritz ausklingen.

Die gesamte Strecke belief sich auf rund 43km die mit Pausen in etwas über 8 Stunden gepaddelt wurden.

Generell sollte man für die Vogalonga und das Paddeln in Venedig Paddelerfahrung mitbringen, auf eine mögliche Kenterung im offenen Wasser vorbereitet sein und Wellen, Wind, Sonne und Tide nicht unterschätzen.

 
 

Fritz // 16.08.2019

64,5 km | Beyenburg - Rhein

Seit unserer persönlichen Erstbepaddlung der Wupper von Unterbarmen bis Müngsten im März 2017 träumten wir davon, die komplette paddelbare Strecke der Wupper an einem Tag zu paddeln. Nachdem wir nun einige Erfahrung auf einzelnen Abschnitten der Tour, vor allem auch durch häufige Befahrungen als Kanuguides gesammelt haben und die Wehre und Umtragestellen kannten, mussten wir nur noch auf Zeit und den passenden Pegel warten. Am 18.03.2019 war der perfekte Tag: gutes Wetter, Pegel passt … nur Zeit hatten wir nicht. Genau so schnell wie der Pegel bei Regen steigen kann ist er meist auch wieder abgeflossen und so machten wir uns keine Hoffnungen, dass wir die Tour am Tag danach fahren können. Verärgert ging ich ins Bett und träumte davon, in der Schaltzentrale vom Wupperverband ein paar Knöpfe zu drücken, um eine kleine Welle aus der Talsperre in den Fluss zu schicken. Ein morgentlicher Blick auf die Pegelstände sorgte jedoch für die fröhliche Wendung dieser traurigen Geschichte, denn es waren immernoch 80cm Wasser am Pegel Kluserbrücke in der Wupper! Bruder alarmiert, alles gepackt, Boote aufs Autodach geschmissen und ab nach Beyenburg.

1 Beyenburg – Erfurtwerk (3,0km)

Um 9 Uhr starteten wir bei Flusskilometer 64,5 unterhalb des Beyenburger Stausees. Die morgentliche Kälte lies Nebel über dem Wasser aufsteigen. In der ersten Linkskurve bietet sich dem geneigten Flusspaddler die erste Chance die erste Decksbefeuchtende Welle als Aperitif für diesen steilen Flussabschnitt bis Oberbarmen mitzunehmen. Nachdem man an den letzten Häusern Beyenburgs vorrüber ist, folgt nach einer Rechtskurve ein langes gerades Stück mit zunehmend spürbarem Staueinfluss des ersten Wehres, dass es zu umtragen gilt. Nachdem die ersten Hallen des Erfurt-Werkes vorrüber sind, sollte man sich auf den Ausstieg auf der linken Seite vorbereiten. Das Wehr ist schlecht markiert. Die Umtragung ist nicht weit, jedoch erschweren rutschige Hänge und Steine die Sache.

2 Erfurt-Werk – Rauental (4,72km)

Turbulenter als im ersten Abschnitt geht es im zweiten zu sich. An vielen Stellen sind schnelle Entscheidungen gefragt, dafür gibt es aber auch einige hohe Brecher, die dem Böötchenfahrer ein Grinsen ins Gesicht zaubern und den Halt der Spritzdecke auf die Probe stellen. Kurz nach dem Unterfahren der A1-Brücke kommt beim 3M-Werk auf der rechten Seite der Ausstieg der zweiten Umtragestelle. Gut markiert von einem Warnschild, jedoch genauso schlecht zum aussteigen geeignet: Nachdem Geländer und Treppe überwunden sind, geht es entlang der Öhder Straße und der Straße Rauental zur Einstiegsstelle gegenüber der Kletterhalle, in der sich im übrigen bestens die Unterarme für diese längste Umtragung der ganzen Tour trainieren lassen.

3 Rauental – Buchenhofen (15,1km)

Der urbanste Teil der Kanutour führt nun über 10km unter der Wuppertaler Schwebebahn entlang, die bis Sonnborn die Wupper überspannt. Leider stand die Bahn still, weshalb wir auf hupende und winkende Schwebebahnfahrer verzichten mussten. Die Wupper ist nun, anders als der kurvenreiche und wildere Teil bis Rauental, von hohen Mauen eingefasst und zeigt sich als Relikt einer alten Industriestadt mit dampfenden Fernwärmeleitungen an den Ufern. Trotzdem kann man mit etwas Glück auch Eisvogel und Graureiher entdecken. In der Nähe der Werther Brücke hat mir eine große Welle die Spritzdecke vom Süllrand gerissen und ich war untenrum komplett nass. Die nächste kritische Stelle ist die Fischaufstiegshilfe am Alten Markt, die sich ab einem Pegel von ca. 70cm (Pegel Kluserbrücke) fahren lässt. Hier muss man sich unbedingt rechts halten, da sich links daneben ein Wehr befindet. Unspektakulär gehts weiter an Tuffis Wuppersprung-Stelle und der Junior-Uni vorbei. Am Arbeitsamt in Unterbarmen gibt es nochmal eine gute Ein- und Ausstiegsstelle mit guten Parkmöglichkeiten, an der sich die Tour unterbrechen lässt. Hier starteten wir vor drei Jahren unsere erste Kanutour auf der Wupper. Landgericht, Kluse, Döppersberg, Robert-Daum-Platz, Arrenberg ... ständig lernt man bereits bekannt gedachte Ecken der Stadt aus einem neuen Blickwinkel kennen. Am Schwebebahnhof Zoo-Stadion verlässt die Schwebebahn die Wupper wieder und die darauffolgenden Felshänge geben einen Vorgeschmack auf den natürlicheren Teil der Wupper, der anschließend kommt. Doch zuerst muss man noch den Weg durch diverse Störsteine finden, die zur Renaturierung ins Flussbett gelegt wurden. Anschließend geht es unter den Brücken des Sonnborner Kreuzes her, bis man schließlich den Staueinfluss des Wehres Buchenhofen wahrnimmt. Nun liegt auf der linken Seite eine unscheinbare und unausgebaute Ausstiegsstelle, von der aus man einen schmalen Fußweg flussabwärts folgt, bis der Weg in einer breiten Ebene im Wald, ca. 15 Höhenmeter oberhalb der Wupper endet. Weniger geländegängige Abenteurer sollten hier ein ca. 30 Meter langes Kletterseil mitnehmen. Die Boote können abgeseilt oder getragen werden. 

1/4

4 Buchenhofen – Müngsten (8,24km)

Für den Wiedereinstieg gibt es hier leider kaum Kehrwasser. Die Fahrt geht weiter und nach ca. 5 Minuten kommt man an der Einstiegsstelle vorbei, die sich vom Parkplatz an der L74 erreichen lässt. Hier kann man wieder einsetzten, wenn man sich das Wehr Buchenhofen sparen will und die Boote von Sonnborn mit dem Auto transportiert. An der Kohlfurth lässt sich die Kanutour gut durch eine Einkehr in Café Hubraum oder dem Strandcafé unterbrechen. Weiter geht’s auf einem langen, ruhigen Stück bis schließlich hinter der Brücke der L74 ein altes Wehr überfahren werden muss. Dies ist jedoch vor allem bei erhöhtem Pegel kein Problem. Erhöhte Aufmerksamkeit bedarf dann wieder der folgende Linkskurve, die am rechten Ufer von steilen Felswänden gesäumt ist. Hier sollte man nicht allzuweit rechts paddeln. Nun folgt wieder ein langes gerades Stück und eine kleine Insel, an der man bei niedrigeren Pegelständen links vorbei paddeln sollte. Ab hier wird die Strecke nun noch Kurvenreicher und interessanter. Kurz vor Müngsten befindet sich ein weiteres Wehr, dessen Druchfahrt sich relativ weit rechts befindet. Etwa 5 Minuten später sieht man bereits die Mauer der Remscheider Straße und nach einer Linkskurve befindet sich eine Ausstiegsstelle mit Treppen auf der linken Seite. Hier gibt es einen großen Parkplatz an dem bequem Boote geladen werden können.

Will man noch weiter Richtung Rhein fährt man unter der Ronsdorfer Straße und der alten Napoleonsbrücke hindurch und sieht bald den Diederichstempel in Blickrichtung am Hang liegen. Nach einer weiteren Kurve sieht man die Müngstener Brücke und hört das Rauschen des Wehres, das nun umtragen werden muss. Für Paddler ist es schlecht markiert, also sollte man vorsichtig fahren. Auf der rechten Seite findet man nun eine Stahltreppe, über die man die Boote Richtung Haus Müngsten trägt.

5 Müngsten – Klärwerk Burg (5,1km)

Da nun das FFH-Gebiet beginnt, muss für die Weiterfahrt ein gewisser Pegel erreicht sein (Infos unter "FluGGS" Wupperverband) und man muss den „Qualifizierungslehrgang für Bootssportler auf der Wupper“ bei der Biologischen Station Mittlere Wupper (BSMW) absolviert haben.

Im Brückenpark kann man die Boote sehr gut im Kehrwasser wieder einsetzen. Die Fahrt verläuft dann unter der imposanten Brücke und der Schwebefähre hindurch. Es folgt ein kurvenreiches und wildes Tal mit steilen bewaldeten Hängen und teils wellenreichen Abschnitten.

Bald erreicht man Solingen-Burg, wo sich ein Blick auf Schloss Burg bietet und man unter der Seilbahn herfährt. Nach ein paar Minuten wird die Wupper wieder breiter und strömt durch den Einfluss des nächsten Wehres kaum noch. Nun ist vor allem für ungeübte Paddler Vorsicht geboten, denn die Ausstiegsstelle vor dem Wehr am Klärwerk Burg liegt nur ca. 5 Meter entfernt von der Wehrkante. Man sieht die Ausstiegsstelle, die sich in Fließrichtung auf der rechten Seite befindet erst, wenn man dem Wehr schon sehr nah ist. Ungeübte Paddler sollten versuchen bereits früher auszusteigen und am Zaun des Klärwerks entlang zu umtragen.

6 Klärwerk Burg – Wupperhof (4,84km)

Die Umtragung ist nicht lang, denn die Boote werden unmittelbar hinter dem Wehr wieder zu Wasser gelassen. Über Glüder geht es weiter am Balkhauser Kotten vorbei und dann mit Blick auf Burg Hohenscheid an Balkhausen vorbei. An der Wupperinsel sollte man sich links halten und nach der nächsten Rechtskurve ist es auch schon wieder Zeit für die nächste Umtragung am Wupperhof. Hier befindet sich die Ausstiegsstelle auf der rechten Seite und man folgt dem Feldweg in Fließrichtung des Flusses, bis man am Parkplatz Wupperhof wieder einboten kann.

7 Wupperhof – Wipperkotten (5,27km)

Nach ca. 15 Minuten Paddeln erreicht man Haus Rüdenstein, wo man im Biergarten direkt an der Wupper Reserven wieder auffüllen kann. Weiter flussabwärts fließt die Wupper ein Stück Richtung Süden. Hier muss nochmal eine kleine Rausche an der richtigen Stelle angefahren werden, was aber schon frühzeitig gut zu erkennen ist. Es folgt ein sehr langes gerades Stück bis sich schließlich das Wehr des Wipperkottens rauschend bemerkbar macht. Der Ausstrieg  befindet sich auf der linken Seite nah an der Fischtreppe. Hier sollte man immer knapp am Ufer bleiben, da man sonst Gefahr läuft in die Fischtreppe zu geraten. Die Umtragung ist die kürzeste und einfachste der ganzen Tour. Am anderen Ufer, jedoch unterhalb des Wehres, befindet sich eine Kanueinstiegstelle mit Parkplatz.

1/2

8 Wipperkotten – Opladen (11,6km)

Die Wupper wird nun zunehmend seichter und man sieht wieder mehr Äcker und Gärten entlang der Ufer. Kurz vor Unterberg gibt es nochmal eine schöne Rausche mit ein paar Wellen. Danach geht die Kanutour weiter durch Leichlingen und an der Balker Aue vorbei, wo sich eine weitere mögliche Ausstiegsstelle befindet. Am Hülserbruch geht die Fahrt unter zwei Eisenbahnbrücken hindurch und etwa 20 Minuten später erreicht man die Wupperwiesen in Opladen, wo sich eine weitere Ausstiegsstelle befindet. Die Fahrt geht weiter unter der A3 her bis bald das letzte Wehr kommt, welches sich nur sehr schlecht umtragen lässt.

Anmerkung: Ab den Wupperwiesen in Opladen muss man die Weiterfahrt offiziell anmelden und eine Gebühr bezahlen. Wer hier kein Gesetz missachten möchte, sollte sich vorher informieren.

9 Opladen – Rhein (4,37km)

Zu diesem Abschnitt fehlen uns die Worte, da wir ihn selbst bisher nur einmal gefahren sind. Wer den naturnahen Zustand bis Opladen in Gedächtnis behalten möchte, sollte sich diesen Abschnitt sparen, jedoch entlohnt die Ankunft am Rhein alle Mühen.

Fazit

Wir kennen die meisten Abschnitte dieser Kanutour mit den Umtragestellen, Kehrwassern, und Rauschen mittlerweile sehr gut. Gerade bei niedrigerem Wasserstand muss man genau wissen an welchen Stellen man wo herfahren kann um keine Steine zu sammeln. Bei erhöhtem Wasserstand wird aus diesem zahm wirkenden Flüsschen schnell ein Fluss mit 80cm hohen Wellen. Mit jedem Hochwasser stürzen Bäume in den Fluss und das Gewässerbett lagert sich um. Eine detaillierte Tourbeschreibung ist deshalb garnicht möglich. Auch gibt es gerade in städtischen Bereichen zum Beispiel immer wieder Gerüste die kurzfristig in den Fluss gebaut werden, auf die man womöglich spontan reagieren muss. Deshalb empfehlen wir, die Tour zuerst in Einzelabschnitten zu paddeln, um kritische Stellen kennenzulernen.

Informieren kann man sich auch online über das Geoinformationssystem "FluGGS" des Wupperverbandes.

 

Wir sind die Tour mit Seekajaks gefahren, die zwar nicht sehr wendig , dafür aber schnell sind. Für diese 64,5km lange Tour mit acht Umtragestellen haben wir 10 Stunden gebraucht. 

 

© 2020 Gebrüder Siepen