BLOG // 2018

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Fritz // 02.10.2018

SOFi Bauplan fertiggestellt

Der Bauplan umfasst Spantenrisse, Stevenkonturen, Riblängen, Schnitte vom Süllrand, Details zu Sitzen und Sitzpositionen sowie Linien für den Bau eines Beavertailpaddels. 

Der Plan ist geeignet für den Bau mit und ohne Helling. Für jede Rib lässt sich eine exakte Schablone zum Biegen herstellen. 

2x DIN-A0

Preis: 70€ (inkl. Druck und Versand)

Anfragen und Bestellungen an: wwerft@posteo.de

mehr Infos hier

Fritz // 07.09.2018

Schwedenurlaub

Nach dem Bau von SOFi und einem Dachträger für den T3 Joker, führen wir mit dem fast drei Meter hohen Gespann los nach Schweden. Grobe Route: Trelleborg, Växjö, Småland, Gryt und Tyrislöt, Stockholm und zurück über Vätternsee und Rolstorpasjön. Einsame Plätze sind in diesem Land fast schon zu einfach zu finden. So gelang es uns fast täglich das Kanu zu Wasser zu lassen. Nachdem es im Ruhrgebiet das Nass der Welt erblickte, waren schwedische Seen und Schären für das noch scheue Kanu ein erster Kontakt mit der richtigen Natur. Während der Süden Schwedens von viel Landwirtschaft geprägt ist, wird es im Småland schlagartig schöner und kleinteiliger. Die Straßen enger und kurvenreicher, überall liegen Felsbrocken verstreut und dazwischen wachsen Birken und kleine rote Häuser. Eine 14km lange Kanutour durch den Ärlången nach Holm zeigte uns gefühlt noch weniger als einen Bruchteil des Landes, wenn man sich nachher die Karte mit den vielen Seen ansieht.

 

Calle // 27.06.2018

Luisenfest 2018

Das Luisenfest ist in Wuppertal eine feste Größe im Kalender. Was liegt als Anwohner näher, als an diesem Tag Werbung für unsere erneuerte Website zu machen. Mit einem Poster? Visitenkarten? -Warum nicht gleich mit einem Kayak? Gesagt, getan: Am Morgen statteten wir das Innere des Carlyaks mit Leuchtröhren aus und zogen es mit Seilen die Feuerleiter des W.Werft Hauptquartiers hoch. Nach einigen Handgriffen, war das über 5m lange Boot sicher an der Feuerleiter des Altbaus verankert. Farblich zur denkmalgeschützten Fassade passend, zog das Skin on Frame Kayak die Blicke der Gäste des überlaufenden Luisenfests auf sich. In unzähligen Gesprächen wurden interessierte Fragen zu Bauweise, Abmessungen und Paddelspaß beantwortet.  Als die Dämmerung einsetzte, erhellte das weiche Licht des Lampinjon-Bootes, wie eine Asiatische Lampe den Innenhof und erhellte die Tanzfläche, für die Livemusik des Gesellenkollektivs und der Band Svendikt Lost.

 

Calle // 09.04.2018

Amsterdam, Giethoorn, Utrecht

Amsterdam, Giethoorn, und Utrecht standen auf dem Plan für einen frühlingshaften Wochenendtrip.Bei kühlem Wind und eisigen Temperaturen ging es auf dem Rijnkanaal (Amsterdam-Rhein Kanal) los.  Die teils hohen Bugwellen der Binnenschiffahrt können einem im Seekayak zwar wenig anhaben, trotzdem ist man froh, wenn man in Amsterdams Grachten ankommt. Vorbei an zahllosen Hausbooten, begrüßt einen die Windmühle De Gooyer, wenn man sich der Stadt von Osten nähert. Eine Woche nach Ostern sind die Grachten noch wenig befahren, gute Voraussetzungen für entspanntes Paddeln. Mit einem Seekayak ist man zügig und agil unterwegs, muss jedoch auf die  Ausflugsschiffe und die Schifffahrtszeichen achten.

Auf meinem etwa 20 km langem Paddeltrip lernte ich die Stadt an der Amstel aus einem ganz neuen Blickwinkel kennen und war selbst oft genug Motiv für zahlreiche Touriaufnahmen. Die Stadt der Grachten ist allerdings für Anfänger nicht zu empfehlen und auch geübte Paddler sollten ein gemütliches Boot fahren, da gute Anlegestellen für Kayaks in Amsterdam rar gesät sind.

Giethoorn ist ein Dorf, in dem das Boot das Hauptverkehrsmittel ist. Das idyllische Dorf in der Provinz Overijssel erstreckt sich entlang eines schmalen Grachtensystems. Viele der historischen, teils reedgedeckten Häuser kann man nur zu Fuß, mit Fietsen oder eben mit dem Boot erreichen. Das Einbahnsystem ermöglicht eine ruhige Paddeltour. Zurück geht es über den See Bovenwijde. Starker Wind stellen auch hier Paddler und Material auf die Probe – doch die handgenähte Spritzdecke funktioniert wie vorgesehen. Durch Felder und kleine Wälder geht geht es nach einer kleinen Rast zurück zum Dorf. Auch hier ist es von Vorteil zur Nebensaison anzureisen – so kann man den Massen von Booten, die man bei der Recherche auf Luftbildern erkennt, entgehen. Nach 10 km hat man den kostenfreien Parkplatz direkt am Wasser wieder erreicht und es ist ein leichtes das Skin on Frame Kayak auf das Autodach zu heben.

Obwohl Utrecht nur wenige Grachten hat, ist es gerade für Paddelnovizen zu empfehlen. Auch mit einem schlanken Grönlandpaddel ist man immernoch das schnellste Boot weit und breit. Die Terrassenvorsprünge an den Grachten bringen die Stadt und das Wasser viel näher zusammen als die hohen Grachtenmauern in Amsterdam. Die Häuser am Wasser haben unter der Straße jeweils einen Gewölbekeller und eine Tür zur gepflasterten Terrasse an der Gracht. Am ersten warmen Wochenende das Jahres konnte man den Einheimischen beim flottmachen ihrer Boote zusehen. Touristen füllten die Restaurants und Cafés am Ufer. An einer unauffälligen Stelle konnte das Boot an einem Baum abgeschlossen werden und die Stadt zu Fuß erkundet werden. Nach 20 km paddeln, einem Grolsch und einer Stroopwafel, ging es im Sonnenuntergang zurück zum Parkplatz. 

 

Fritz // 05.05.2018

Bau von SOFi

Wir bauen uns einen schnittigen Skin-On-Frame Kanadier für unseren Schwedenurlaub im August. Nach vielen Wochen mit Überlegungen zum Design und dem Entwurf am Computer konnte endlich mit dem Materialkauf begonnen werden und alle Leisten zugesägt werden. Wir bauen den Kanadier in recht traditioneller Bauweise mit dampfgebogenen Rippen auf einer Helling, die die Form des Rumpfes bestimmt. Die auf Maß gesägten Rippen werden vorerst ein paar Tage in Wasser eingelegt, um letztendlich etwa eine halbe Stunde bedampft zu werden.

Nach dem herausnehmen aus dem Dampfbad hat man ca. 30 Sekunden Zeit um die Leiste in ihre spätere Form zu bringen. Die gebogenen Rippen sowie die in Längsrichtung verkaufenden Red-Cedar-Leisten werden anschließend ausgerichtet und mit Kunstsehne und einer bestimmten Knottechnik zu einem Gerippe verbunden. Nun ist schon ein Kanadier erkennbar. Nach dem Ölen mit Tungöl, wird die filigrane Holzkonstruktion mit einem Nylongewebe überspannt, die später lackiert wird und die wasserdichte Außenhaut des Bootes bildet.

Fritz // 28.07.2018

Erste Fahrt mit SOFI

Wie fast jedes unserer Kanus, wurde auch SOFi das erste mal in der Ruhr nass gemacht. Calle baute schnell eine Verbreiterung für den Autodachträger und so konnten SOFi und Carlyak zusammen nach Bochum-Dahlhausen reisen. Nach einigen Gesprächen mit interessierten Badenden nahmen wir die Fahrt zum ersten Hindernis namens "Schleuse Horst" auf. Um den neuen Skin-On-Frame Kanadier nicht schon vor dem Urlaub zu zerstören, verzichteten wir auf die Befahrung der Bootsrutsche und filmten stattdessen Calle bei der Befahrung mit seinem Grönlandkajak. Die weitere Fahrt ging nicht ohne weitere Pausen von Statten. Eis kaufen, eine Badegelegenheit in einer Buhne mit ausgiebigen Kanutests und Sicherheitstraining und schließlich die Ernte von leckeren Brombeeren vom Kanu aus. Die Fahrt endete bei Pommes und Radler am Baldeneysee.

 
 
 

Fritz // 14.02.2018

Sticky Mess

Stopmotion #3

Nachdem unsere vorherigen Stopmotion-Videos immer großen Anklang fanden, fühlten wir uns fast verpflichtet eine Fortsetzung zu drehen. Es stand schnell fest, dass die Leimflasche wieder eine Hauptrolle bekommen sollte. Ein Drehbuch hatten wir nicht, bloß eine grobe Vorstellung der Geschichte und mögliche Szenen. Bevor wir aber hier die Story vorweg nehmen, am besten erstmal angucken und später weiterlesen ...

Der Plot // Der Plan war, die Geschichte nun komplett auf die Leimflasche zu konzentrieren. Die laufende und vor Anstrengung pfeifende Flasche war schon in "The Strip" der Star. Da man, vor allem wenn man eine Werkstatt zu zweit nutzt, oft nach einer Erklärung für die massive Unordnung sucht, entwickelten wir schnell folgenden Plot: Er (Leimflasche) entdeckt in einer friedlichen, nächtlichen Werkstatt Sie (andere Leimflasche) und bahnt sich den Weg zu Ihr. Natürlich passiert dies nicht ohne Opfer. Doch der Rausschmiss diversen Werkzeugs aus dem Regal ist erst der Anfang und gleichzeitig die Grundlage für späteres, noch schlimmeres Übel. Nach der unbeabsichtigten Betätigung des Radios schneidet die Flasche sich bei nun romantischer Musik an der Klinge eines im Weg liegenden Hobels und versaut daraufhin mit seinem Leim die Nüsse des Ratschenkastens. Nun beginnt der Weg durch das vorher verursachte Chaos. Der dabei umstürzende Gasbrenner entfacht ein loderndes Feuer und sorgt beim Zusammentreffen der beiden verliebten für eine Atmosphäre, bei der andere Schnulzenfilme nur abstinken können.

Making Of // Die Einzelbilder nahmen wir, bis auf wenige nachgedrehte Szenen, an einem Tag auf. Besonders der Dreh von Szenen, in denen man Objekte komplett sieht und keine Möglichkeit hat, sie von außerhalb zu bewegen, sind sehr zeitintensiv zu drehen. Das Objekt muss dann für jedes Bild millimeterweise weiterbewegt werden. Auch sollte man sich über Lichtsetzung und Kameraeinstellungen vorher Gedanken machen, da eine Aufnahme und Weiterverarbeitung von hunderten RAW-Bildern mit zu viel Aufwand verbunden wäre. Wir schossen also direkt relativ kleine JPG-Bilder. Calle bewegte die Objekte und war somit der Regisseur der Geschichte. Ich übernahm das Auslösen der Kamera und die Kontrolle über Fokus und Kameraeinstellungen. Besonders tückisch waren die Aufnahmen herabfallender Gegenständem, die wir an Nylonschnüren aufhingen. achdem wir die Bilder recht schnell im Kasten hatten, begann die Arbeit jedoch erst.

Sticky Mess

unsere vorigen Stopmotion-Videos:

The Strip

280 Pictures of a Plane

Import der Einzelbilder in chronologischer Reihenfolge ins Schnittprogramm und Schnitt des Films. Am Arbeitsintensivsten ist die Vertonung des Videos, da wir den Ton natürlich nicht direkt mit aufnehmen konnten. Die Aufnahme von Einzeltönen im Nachhinein ist eine komplizierte Angelegenheit, vor allem, wenn man keine empfindlichen Aufnahmegeräte hat. Auch stellte sich heraus, dass die Originalgeräusche der Gegenstände manchmal gar nicht zur Szene passen. Wir suchten also nach anderen Gegenständen und Materialien, um ein passenden Geräusch zu erzeugen und nahmen dies mit dem Kameramikrofon auf. Die Zuordnung von passenden Tönen und das Framegenaue Einfügen in den Film war eine Arbeit von unzähligen Stunden. 

 

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